Zitate:M/Marie von Ebner-Eschenbach/
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Marie von Ebner-Eschenbach - österreichische Schriftstellerin (1830 - 1916)
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\'Man kann nicht allen helfen\', sagt der Engherzige und hilft keinem.
[#508]
Dem großen Publikum ist ein Buch nicht leicht zu schlecht, sehr leicht aber zu gut.
[#509]
Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.
[#510]
Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.
[#511]
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.
[#512]
Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.
[#513]
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
[#514]
Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.
[#515]
Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seine Fehler zu verfallen.
[#516]
Je mehr du dich selbst liebst, je mehr bist du dein eigener Feind.
[#517]
Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei.
[#518]
Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.
[#519]
Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.
[#520]
Die kleinsten Sünder tun die größte Buße.
[#521]
Das Alter verklärt oder versteinert.
[#522]
Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewußtseins.
[#523]
Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.
[#524]
Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehaßt.
[#525]
Ein Urteil läßt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
[#526]
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
[#527]
Ihr jubelt über die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer Tyrannei?
[#528]
An Rheumatismen und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.
[#529]
So mancher meint ein gutes Herz zu haben und hat nur schwache Nerven.
[#530]
Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.
[#531]
Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
[#532]
Die meiste Nachsicht übt der, der die wenigste braucht.
[#533]
Es gibt keine schüchternen Lehrlinge mehr, es gibt nur noch schüchterne Meister.
[#534]
Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.
[#535]
Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und tausendmal, bevor du verlangst und forderst.
[#536]
Die Summe unserer Erkenntnis besteht aus dem, was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben.
[#537]
Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine gute Ehe.
[#538]
Nur die allergescheitesten Leute benützen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst. (Aphorismen)
[#539]
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
[#540]
Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.
[#541]
Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun
[#542]
Der größte Feind des Rechts ist das Vorrecht.
[#543]
Die eingebildeten Übel sind die unheilbarsten.
[#544]
Die wahre Ehrfurcht geht niemals aus der Furcht hervor.
[#545]
Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und du bist unsterblich.
[#546]
Der Spott endet, wo die Vernunft beginnt.
[#547]
Wenn der Mensch etwas verschweigen will, dann gibt es keine Macht auf Erden, die ihm sein Geheimnis entreißt.
[#548]
Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg.
[#549]
Kein Toter ist so gut begraben wie eine erloschene Leidenschaft.
[#550]
Nichts wird oft so unwiederbringlich versäumt wie eine Gelegenheit.
[#551]
Dauernde Freundschaft kann nur zwischen Menschen von gleichem Wert bestehen.
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