Zitate:K/Karl Heinrich Waggerl/
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Karl Heinrich Waggerl - österreichischer Schriftsteller (1897 - 1973)
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Seine Fehler verzeihen wir dem Nächsten lieber als seine Vorzüge.
[#3152]
Man nimmt dem Menschen das Beste, wenn man ihn von seinen Fehlern trennen will.
[#3153]
Es ist erstaunlich, wie vorurteilsfrei wir zu denken vermögen, wenn es gilt, eine Dummheit vor uns selbst zu rechtfertigen.
[#3154]
Wenn ich meinen Nächsten verurteile, kann ich mich irren, wenn ich ihm verzeihe, nie.
[#3155]
Ein Fremdwort ist wie ein unscharfes Photo.
[#3156]
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
[#3157]
Eine halbe Wahrheit ist nie die Hälfte einer ganzen.
[#3158]
Es erfordert zuweilen mehr Mut, den Gegner zu fliehen, als ihn anzugreifen.
[#3159]
Das Vorurteil ist die hochnäsige Empfangsdame im Vorzimmer der Vernunft.
[#3160]
Man soll das Schicksal nicht mit Vorschlägen verärgern. Es legt zuviel Wert auf seine eigenen Einfälle.
[#3161]
Die Herrschenden zimmern ihren Thron nicht mehr selber. Darum wissen sie auch nicht, wo er brüchig ist.
[#3162]
Wir meinen die Natur zu beherrschen, aber wahrscheinlich hat sie sich nur an uns gewöhnt.
[#3163]
Was die Gesellschaft öffentliche Meinung nennt, heißt beim einzelnen Menschen Vorurteil.
[#3164]
Leute, die nichts von sich halten, sind auch schlechte Menschenkenner.
[#3165]
Mir gefallen auch unter den Menschen die Ruinen besser als die Museen.
[#3166]
Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.
[#3167]
Wie oft wird das Gute durch die verwerfliche Art, es öffentlich zu machen, wieder entwertet.
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