Zitate:J/Johann Wolfgang von Goethe/
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Johann Wolfgang von Goethe - deutscher Dichter (1749 - 1832)
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Irrend lernt man.
[#1913]
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. (Faust I, Faust)
[#1914]
Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
[#1915]
Es hört doch jeder nur, was er versteht.
[#1916]
Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.
[#1917]
Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren.
[#1918]
Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum.
[#1919]
Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.
[#1920]
Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsrige nicht achten.
[#1921]
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
[#1922]
Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muß man sie gut bezahlen.
[#1923]
Unsere Eigenschaften müssen wir kultivieren, nicht unsere Eigenheiten.
[#1924]
Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.
[#1925]
Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet: Nach den Jahren der Last hat man die Last der Jahre.
[#1926]
Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch.
[#1927]
Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen.
[#1928]
Vor einer Revolution ist alles Bestreben, nachher verwandelt sich alles in Forderung.
[#1929]
Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.
[#1930]
Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.
[#1931]
Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.
[#1932]
Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
[#1933]
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
[#1934]
Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken.
[#1935]
Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.
[#1936]
Jede große Idee, sobald sie in Erscheinung tritt, wirkt tyrannisch.
[#1937]
Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.
[#1938]
Das beste Monument des Menschen ist der Mensch.
[#1939]
Mißverständnisse und Trägheit machen vielleicht mehr Irrungen in der Welt als List und Bosheit.
[#1940]
Eigentlich lernen wir nur aus Büchern, die wir nicht beurteilen können. Der Autor eines Buches, das wir beurteilen können, müßte von uns lernen.
[#1941]
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee.
[#1942]
Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
[#1943]
Der Patriotismus verdirbt die Geschichte.
[#1944]
Es bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft, das auszuführen, wovon er überzeugt ist.
[#1945]
Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
[#1946]
Wer spät im Leben sich verstellen lernt, der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus.
[#1947]
Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen.
[#1948]
Der Witz setzt immer ein Publikum voraus. Darum kann man den Witz auch nicht bei sich behalten. Für sich allein ist man nicht witzig.
[#1949]
Sich alles gleichzumachen, ist ein großes Prinzip der Natur. Nur verschlingt die größere Kraft die andre
[#1950]
Zur Resignation gehört Charakter.
[#1951]
Willkürlich handeln ist des Reichen Glück.
[#1952]
Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte. (Faust I, Mephisto)
[#1953]
Wer sichere Schritte tun will, muß sie langsam tun.
[#1954]
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
[#1955]
Das erste steht uns frei, beim zweiten sind wir Knechte. (Faust I, Mephisto)
[#1956]
Alles Vollkommene in seiner Art muß über seine Art hinausgehen.
[#1957]
Zwischen heut und morgen liegt eine lange Frist, lerne schnell besorgen, da du noch munter bist.
[#1958]
Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, daß der Verfasser etwas gewußt hat.
[#1959]
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen.
[#1960]
Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswürdig.
[#1961]
Der Haß ist ein aktives Mißvergnügen, der Neid ein passives, deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Haß übergeht.
[#1962]
Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
[#1963]
Allgemeine Begriffe und großer Dünkel sind immer auf dem Wege, entsetzliches Unheil anzurichten.
[#1964]
Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.
[#3500]
Mit dem Wissen wächst der Zweifel.
[#3501]
Alles gescheihte ist schon einmal gedacht worden, man muß nur versuchen, es nocheinmal zu denken.
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