Zitate:G/Gabriel Laub/

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Gabriel Laub - polnisch-deutscher Schriftsteller (geb. 1928)

Zitate

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[#3382]

Mensch: ein durch die Zensur gerutschter Affe.
[#3383]

Der Computer arbeitet deshalb so schnell, weil er nicht denkt.
[#392]

Die Karriere mancher Schauspielerin hat mit der bedeutenden Rolle begonnen, die sie im Leben des Regisseurs spielte.
[#393]

Bescheiden können nur die Menschen sein, die genug Selbstbewusstsein haben.
[#394]

Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus.
[#395]

Die Zukunft der Literatur liegt im Aphorismus. Den kann man nicht verfilmen.
[#396]

Ein Faulpelz ist ein Mensch, der sich nicht die Arbeit macht, sein Nichtstun zu begründen.
[#397]

Pessimismus wird nur von den Optimisten verbreitet. Die Pessimisten sparen ihn für schlechtere Zeiten auf.
[#398]

Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner überzeugt zu haben.
[#399]

Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.
[#400]

Der Aphorimus hat vor jeder anderen Literaturgattung den Vorteil, daß man ihn nicht weglegt, bevor man ihn nicht zu Ende gelesen hat.
[#401]

Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Laden schliessen.
[#402]

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
[#403]

Schon die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.
[#404]

Das Fernsehen wurde erfunden, um den Analphabeten einen guten Grund zum Brillentragen zu geben.
[#405]

Zukunft ist die Zeit, in der man die ganze Vergangenheit kennen wird. Solange man die Vergangenheit nur teilweise kennt, lebt man in der Gegenwart.
[#406]

Der Satire steht das Recht auf Übertreibung zu. Aber sie hat es schon seit langem nicht mehr nötig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.
[#407]

Heldenhaftigkeit ist eine Todesart, keine Lebensart.
[#408]

Den eigenen Fleiß empfinden wir als notwendiges Übel. Der Fleiß der anderen ist eine Folge ihrer Unfähigkeit.
[#409]

Der Mann erträgt die Ehe aus Liebe zur Frau. Die Frau erträgt den Mann aus Liebe zur Ehe.
[#410]

Fremder Arbeitseifer ist immer ärgerlich: Er ist für uns entweder Konkurrenz oder Vorwurf.
[#411]

Ein Schriftsteller ist arriviert, wenn alles, was er schreibt, gedruckt wird. Ein Schriftsteller ist berühmt, wenn alles, was von ihm gedruckt wird, gelobt wird.
[#412]

Aphorismen entstehen nach dem gleichen Rezept wie Statuen: man nehme ein Stück Marmor und schlage alles ab, was man nicht unbedingt braucht.
[#413]

Maske: Der einzige Teil des Gesichts, den sich der Mensch selbst aussucht.
[#415]

Gefährlicher als eine falsche Theorie ist eine richtige in falschen Händen.
[#416]

Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür.
[#417]

Phantasie ist etwas, was sich die meisten Leute gar nicht vorstellen können.
[#418]

Manche Kritiker fassen jene Autoren am härtesten an, deren Bücher sie überhaupt nicht angefaßt haben.
[#419]

Der Wert der Ideale steigt. Wenigstens behaupten das diejenigen, die ihre Ideale erfolgreich verkauft haben.
[#420]

Der Zynismus der Zyniker besteht nicht so sehr darin, daß sie sagen, was sie denken, sondern darin, daß sie denken.
[#421]

Die Krone: eine Kopfbedeckung, die den Kopf überflüssig macht.
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