Zitate:F/Friedrich Nietzsche/
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Friedrich Nietzsche - deutscher Philosoph (1844 - 1900)
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Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.
[#3252]
Frau: eine Falle der Natur.
[#433]
Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens.
[#434]
In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können.
[#435]
Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.
[#436]
Der Sinn in den Gebräuchen der Gastfreundschaft ist: das feindliche im Fremden zu lähmen.
[#437]
Geschichte handelt fast nur von schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.
[#438]
Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen, zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.
[#439]
Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.
[#440]
Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten.
[#441]
Unsere Meinungen: Die Haut, in der wir gesehen werden wollen.
[#442]
Die Zeit für kleine Politik ist vorbei. Schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erdherrschaft.
[#443]
Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückziehen kann, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen.
[#444]
Die Massen sind erstens verschwimmende Kopien der großen Männer, zweitens Widerstand gegen die Großen, drittens Werkzeuge der Großen.
[#445]
Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern.
[#446]
Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden.
[#447]
Auch der Mutigste von uns hat nur selten den Mut zu dem, was er eigentlich weiß.
[#448]
Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.
[#449]
Geld ist das Brecheisen der Macht.
[#450]
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muß es besitzen.
[#451]
Bildung ist das Leben im Sinne großer Geister mit dem Zwecke großer Ziele.
[#452]
Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.
[#453]
Die Dichter sind gegen ihre Erlebnisse schamlos: Sie beuten sie aus.
[#454]
Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
[#455]
Mutige Leute überredet man dadurch zu einer Handlung, daß man dieselbe gefährlicher darstellt, als sie ist.
[#456]
Man hört nur die Fragen, auf welche man imstande ist, eine Antwort zu geben.
[#457]
Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.
[#458]
Auf dem Markt glaubt niemand an höhere Menschen.
[#459]
Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.
[#460]
Wer viel Freude hat, muß ein guter Mensch sein: aber vielleicht ist er nicht der Klügste, obwohl er gerade das erreicht, was der Klügste mit all seiner Klugheit erstrebt.
[#461]
Wer sich stets zu viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht! (Also sprach Zarathustra)
[#462]
Menschen, welche rasch Feuer fangen, werden schnell kalt und sind daher im Ganzen unzuverlässig. (Menschliches, Allzumenschliches)
[#463]
Im Lobe ist mehr Zudringlichkeit als im Tadel.
[#464]
Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude, sondern die Freudlosigkeit.
[#465]
Erkennen heißt: Alle Dinge zu unserem Besten verstehen.
[#466]
Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer etwas Vernunft im Wahnsinn.
[#467]
Die Philosophie ist eine Art Rache an der Wirklichkeit.
[#468]
Hat man Charakter, so hat man auch sein typisches Erlebnis, das immer wieder kommt.
[#469]
Der Asket macht aus der Tugend eine Not.
[#470]
Der Besitz der Wahrheit ist nicht schrecklich, sondern langweilig, wie jeder Besitz.
[#471]
Wenn man viel hineinzustecken hat, so hat ein Tag hundert Taschen.
[#472]
Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge und Feinde. Das bedeutet, daß er nur eine Klasse kennt: Feinde.
[#473]
Zivilisation ist die erzwungene Tierzähmung des Menschen.
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