Zitate:E/Ernst R. Hauschka/

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Ernst R. Hauschka - deutscher Aphoristiker (geb. 1926)

Zitate

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[#2234]

Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überläßt es dem Dichter, wann man einschläft.
[#2235]

Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel
[#2236]

Neid ist die Eifersucht darüber, daß sich Gott auch mit anderen Menschen außer uns beschäftigt.
[#2237]

Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird.
[#2238]

Wer im Geld schwimmt, hält einen Rettungsring für eine Zumutung.
[#2239]

Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, daß wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.
[#2240]

Ohne Vorbehalte kann man nur mit jemandem diskutieren, wenn dieser von der Sache nichts versteht.
[#2241]

Manche Menschen sind wie gewaltige Berge: je höher, um so eisiger.
[#2242]

Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht; er soll die Luft reinigen und nicht die Ernte verderben.
[#2243]

Die bescheidenen Menschen wären die berufenen Politiker, wenn sie nicht so bescheiden wären.
[#2244]

An nichts gewöhnt man sich so schnell wie an das langsame Arbeiten.
[#2245]

Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.
[#2246]

Wenn man in seinen Gedanken versinkt, darf man sich nicht mit seichtem Wasser begnügen.
[#2247]

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
[#2248]

Manche hübsche Weintraube eines Weisen lebt weiter als Rosine im Kopf eines Narren.
[#2249]

Genau die Kraft, die gefehlt hat, um einen Sieg zu erringen braucht man, um eine Niederlage zu verkraften.
[#2250]

Was man vergißt, hat man im Grunde nicht erlebt.
[#2251]

Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?
[#2252]

Man glaubt gar nicht, wieviel gedruckt wird, ohne daß es jemals gelesen wird.
[#2253]

Schon mancher dumme Verlierer wurde der heimliche Sieger.
[#2254]

Die Lüge ist die Tarnkappe eines feigen Menschen.
[#2255]

Daß Frauen bisweilen boshafter sein können als Männer, mag daran lieben, daß die Erbsünde zuerst in sie gefahren ist.
[#2256]

Gegen das zunehmende Wissen der Menschen wäre nichts einzuwenden, wenn sie dadurch gescheiter würden.
[#2257]

Wenn ein freundlicher Mensch auch noch zuverlässig ist, dann haben wir es schon mit einem halben Engel zu tun.
[#2258]

Die unangenehmsten Reichen sind die, die nicht einsehen wollen, wie arm sie sind.
[#2259]

Das Leben ist eine Treppe: Wir wissen nie, ob es mit uns aufwärts oder abwärts geht.
[#2260]

Wer Phrasen drischt, wird Phrasen ernten.
[#2261]

Wer einmal über\'s Ohr gehauen wurde, der hört beim nächsten Mal besser.
[#2262]

Versuchungen sind wie eine Stechmückenplage: Während wir eine erschlagen, sind tausend andere da.
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