Zitate:A/André Gide/

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André Gide - französischer Schriftsteller (1869 - 1951)

Zitate

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[#345]

Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat.
[#346]

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
[#347]

So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, daß man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat.
[#348]

Ohne den Staub, worin er aufleuchtet, wäre der Sonnenstrahl nicht sichtbar.
[#349]

Ich nenne "Journalismus" alles, was morgen weniger interessant ist als heute.
[#350]

Jede neue Idee, die man vorbringt, muß auf Widerstand stoßen. Der Widerstand beweist übrigens nicht, daß die Idee richtig ist.
[#351]

Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtrauen Sie denen, die sie gefunden haben.
[#352]

Das ist das Eigentümliche an der Liebe, daß sie unaufhörlich wachsen muß, wenn sie nicht abnehmen soll.
[#353]

Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, daß man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.
[#354]

Kunst ist Zusammenarbeit zwischen Gott und dem Künstler, und je weniger der Künstler dabei tut, desto besser.
[#355]

Religion und Familie sind die beiden größten Feinde des Fortschritts.
[#356]

Es ist ganz natürlich, daß man anstößt, sobald man der Strömung nicht mehr folgt.
[#357]

Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muß man es immer von neuem sagen.
[#358]

Sein Gedächtnis schult man am besten dadurch, daß man etwas vergessen möchte.
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